Die wichtigsten Tipps für neue Hundebesitzer

Neue Hundebesitzer machen bei der Hundeerziehung häufig dieselben Fehler. Damit die Hundehaltung nicht zum Dauerstress wird, erhältst Du in diesem Ratgeber sieben ultimative Tipps für das Zusammenleben mit Deinem neuen Familienmitglied. Dabei geht es weniger um das Antrainieren von unzähligen Kommandos, vielmehr möchten wir Dir einen Einblick in die Gefühlswelt Deines Hundes vermitteln, damit Du für jede Situation gewappnet bist. Gerade bei jungen oder besonders ängstlichen Hunden ist es wichtig, in einer Notfallsituation schnell richtig zu reagieren.

Das richtige Hundefutter verhilft zu einem entspannten Alltag

Hungrige Hunden bellen häufig, da haben die lieben Fellnasen viel mit uns gemein. Erinnerst Du dich noch an Deine letzte Diät und wie Du Dich dabei gefühlt hast? Frisst ein Hund zu viel oder aber das falsche Futter, wird er träge und teilnahmslos. Achte darauf, ein hochwertiges Hundefutter anzubieten, welches nur wenig Fett und am besten überhaupt keinen zusätzlichen Zucker enthält. Beachte auch die Futtermenge und wie viele Leckerchen Dein Hund über den Tag verteilt zu sich nimmt. Am besten geeignet sind gesunde Belohnungen für zwischendurch, die viel Rohasche enthalten. Dafür gibt es unzählige natürliche Produkte wie etwa getrocknetes Fleisch vom Rind, Hasenohren oder gedörrtes Entenfilet. Hunde sind dabei aber keineswegs reine Fleischfresser. Du solltest immer wieder auch etwas Obst oder Gemüse anbieten. Ungekochte Karotten mögen die meisten Hunde, auch Äpfel oder Gänseblümchen sind leckere Abwechslungen für einen kleinen Snack zwischen den Hauptmahlzeiten Deines Hundes.

Den neuen Hund mit anderen Haustieren vergesellschaften

Leben im Haushalt Katzen oder andere Haustier, sollte der Hund möglichst im Welpenalter dazu kommen. Ein erwachsener Hund kann bereits einen gewissen Jagdinstinkt entwickelt haben, sodass sich das Vergesellschaften mit anderen Haustieren als schwierig darstellt. Kommt ein Hund neu ins Haus, solltest Du ihn erst einmal ordentlich auspowern. Dazu kann ein langer Spaziergang in der neuen Umgebung unternommen werden. Spielst Du mit Deinem Hund im Park, bleibt er in den ersten Wochen jedoch stets an der Leine. Dein Hund und Du müssen euch erst kennenlernen. Beim entspannten Spielen ist es leicht möglich, das Vertrauen des Tieres zu gewinnen. Kennt der Hund bereits einige Kommandos, kannst Du diese in die ersten gemeinsamen Spiele einbauen. In den ersten vier Wochen mit Deinem neuen Familienmitglied ist jedoch nicht die passende Zeit, neue Befehle einzustudieren. Schimpfe in den ersten Tagen nicht mit Deinem Hund und bestrafe ihn nicht. Lass anfangs ruhig einmal etwas durchgehen, was ab der zweiten Woche strikt und konsequent verboten sein wird. Es kann die Mensch-Hund-Beziehung dauerhaft belasten, wenn Dein neuer Hund von Anfang an Angst vor Dir hat oder sich unerwünscht beziehungsweise störend fühlt.

Bevor der Hund ins Haus kommt: Einen kuscheligen Rückzugsort einrichten

Ein Hundebett ist weit mehr als nur ein Schlaf- und Ruheplatz. Am besten stellst Du das Hundebett an einen ruhigen Platz, etwa in die Zimmerecke, von der aus Dein Hund aber trotzdem alles gut im Blick haben kann. Neue Hundebesitzer mit einer ebenerdigen Terrasse möchten oft, dass der Hund direkt vor der Zugangstür einen festen Schlafplatz erhält. Es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn Du Deinem neuen Hund in jedem Zimmer einen Rückzugsort anbietest. Möchtest Du nicht, dass der Hund im Bett schläft oder auf die Couch springt, solltest Du dies von Anfang an liebevoll unterbinden. Hat sich Dein neues Familienmitglied nämlich erst einmal daran gewöhnt, nachts mit Dir zu kuscheln, bekommst Du ihn so schnell nicht mehr aus dem Bett heraus. Besonders ärgerlich ist das für alle Hundebesitzer, wenn der liebe Vierbeiner nach einem matschig-aufregenden Herbstspaziergang zuerst in „sein“ Bettchen, also Dein Bett, springt und sich gründlich das nasse Fell in den weichen Decken abtrocknet. Mal ganz ehrlich: Welcher Hundehalter möchte schon gerne im Hundebett schlafen?

Welpen stubenrein bekommen: So klappt’s ohne Stress!

Ein wesentlicher Punkt einer jeden Hundeerziehung ist die Sauberkeitserziehung. Kleine Hunde bis zu einem Alter von etwa fünf Monaten haben aus biologisch-natürlichen Gründen noch nicht die volle Kontrolle über ihre Darm- und Blasentätigkeit. Wer sich einen jungen Welpen ins Haus holt, muss also bedenken, dass es in dieser sensiblen Phase im Leben des kleinen Hundes immer wieder zu Missgeschicken kommen wird. Möchtest Du das umgehen, solltest Du Dir unbedingt einen älteren Hund anschaffen. Die Sauberkeitserziehung gelingt am besten, wenn Du Deinen neuen Hund ständig gut beobachtest. Hockt er sich zu einem Geschäft auf den Boden, nimmst Du ihn sofort hoch und trägst ihn nach draußen zu einem Platz, an dem er sich lösen darf. Reinige alle Stellen im Haus gründlich mit Essig oder einem ähnlichen Reiniger, der alle Gerüche entfernt. Ansonsten wird Dein Hund vorzugsweise diese Stelle immer wieder aufsuchen, um sich im Haus zu erleichtern. Schimpfe mit Deinem neuen Hund ruhig ordentlich, während Du ihn nach draußen bringst. Verrichtet er sein Geschäft dann an der richtigen Stelle solltest Du aber mit Lob nicht sparsam sein. Du solltest anschließend alles kommentarlos sauber machen - Dein neuer Hund wird Dich garantiert dabei beobachten! Ignoriere Deinen Hund und schimpfe während des Putzens nicht mehr.

Dem Hund das Bellen abgewöhnen: Ein wichtiger Punkt in jeder Hundeerziehung

Bellt ein Hund viel, ständig wenn es an der Tür klingelt oder jeden Hund auf der Straße an, kann eine gute Hundeschule dabei helfen, die Ursache für häufiges Bellen aufzudecken. Dies ist nämlich für alle Hundehalter sehr wichtig, um richtig und angemessen auf Bellattacken reagieren zu können. Hunde bellen in der Regel, weil sie Angst haben, ihr Revier verteidigen möchten, gelangweilt sind oder bislang in der Hundehaltung viele Fehler gemacht wurden. Jeder Hundebesitzer wünscht sich einen entspannten und umgänglichen Hund, der weder andere Hunde noch andere Menschen unterwegs belästigt und ruhig auch einmal ohne Leine laufen kann. Um störendes Gebell beim Hund loszuwerden, benötigst Du in einigen Fällen jede Menge Geduld, wirklich gute Leckerlis und ein ausreichendes Maß an Konsequenz. Gerade junge Hunde testen ständig ihre Grenzen aus und fordern ihr neues Herrchen/Frauchen immer wieder heraus. Bleib am besten ruhig und bestimmt. Gewöhne Dir von Anfang an ein Kommando an, was „Schluss“ bedeutet. Das könnte zum Beispiel „Butterblume“ sein, oder die Klassiker „Aus!“ und „Pfui!“. Mit einer leckeren Belohnung gelingt es leichter, einem Hund das Bellen abzugewöhnen.

Wie viele Kommandos braucht ein Hund zum Glücklichsein?

Es gibt eine Reihe an Kommandos, die Dein Hund im Laufe seines Lebens beherrschen sollte. Dazu zählen:

  • auf den eigenen Namen hören
  • Komm
  • Bleib
  • Aus
  • Nein
  • Halt

Es gibt eine Reihe an Kunststückchen, die jeder Hund lernen kann. Die meisten Hunde können auf Befehl ihre Pfote geben, sich hinsetzen oder hinlegen. Übe ruhig auch Kommandos ein, die Spaß machen. Nicht alle Hunde apportieren gerne, jedoch kann es wirklich jeder Hund mit ausreichend Geduld des frisch gebackenen Hundebesitzers lernen, auf Kommando etwas zu bringen. Der ultimative und letzte Tipp für die entspannte Hundehaltung: Züchtige Deinen Hund nie körperlich, besuche lieber eine gute Hundeschule, wenn nicht alles nach Wunsch läuft.